Religiöse Aktivitäten

Das Ressort "Religiöse Angelegenheiten" vertritt die religiösen Bedürfnisse der Schweizer Juden gegenüber den Behörden auf einer gemeinsamen Basis, Dazu werden die sachdienlichen Kontakte mit den in diese Belange involvierten Behörden und Ämtern gepflegt.

Weil das Schächten von Säugetieren in der Schweiz verboten ist, muss alles Koscherfleisch aus dem Ausland importiert werden. Dabei tritt der SIG gegenüber den Behörden als Garant dafür auf, dass das als Koscherfleisch importierte Fleisch korrekt verwendet wird. Das Ressort befasst sich auch mit Fragen im Zusammenhang mit den besonderen Bedürfnissen jüdischer Armeeangehöriger (AdA). In den meisten Fällen können diese ihren religiösen Pflichten während des Dienstes nachkommen- Es wird auf das aktualisierte Merkblatt für jüdische Angehörige der Armee und des Zivilschutzes verwiesen Dort sind auch die anerkannten jüdischen Feiertage aufgeführt.

Die Aktivitäten der Interessengemeinschaft für Koschere Lebensmittel (IGfKL) werden zu einem guten Teil durch den SIG finanziert. Dabei werden die im allgemeinen Handel erhältlichen Produkte auf ihre Tauglichkeit für den koscheren Haushalt geprüft, Die Kompetenz der Rabbinate der einzelnen Mitgliedsgemeinden des SIG wird dabei nicht angetastet, indem es diesen frei steht, wie sie ihre Mitglieder informieren wollen. Dem Ressort "Religiöse Angelegenheiten" obliegt ferner die Verwaltung des seit 1931 bestehenden jüdischen Friedhofes Davos.